Tischgruppen An der IGS Embsen lernen die Schülerinnen und Schülern in Tischgruppen. Jeder Jahrgang der Sekundarstufe I ist in sich in Klassen mit maximal 30 Kindern gegliedert und bleibt in dieser Zusammensetzung in der Regel von Klasse 5 bis 10 bestehen. Jede Klasse wird nach Möglichkeit von Jahrgang 5 bis 10 von zwei Lehrerinnen und Lehrern als Tutoren begleitet. Die Klasse setzen sich aus maximal fünf Tischgruppen zu maximal sechs Kindern zusammen. Die Zusammensetzung wird jährlich neu vorgenommen, sodass jede Schülerin und jeder Schüler dieser Klasse im Laufe der sechs Jahre in der Sekundarstufe I mit jeder Mitschülerin und jedem Mitschüler zusammengearbeitet hat.

Verschiedenheit in den Tischgruppen

Jede Tischgruppe spiegelt die Zusammensetzung des Jahrgangs, dabei setzen sie sich nach den folgenden Kriterien zusammen:

• Leistungsstand (nach Leistungstöpfen)
• Geschlecht
• Lerntyp
• Schülerwünsche (soweit möglich, ein Anspruch besteht hierauf nicht)

Tischgruppen als Lerngemeinschaft

Der Fachunterricht im Jahrgang wird weitgehend durch die Lehrkräfte des Jahrgangsteams erteilt. Die Tischgruppen arbeiten in möglichst vielen Fächern zusammen. Die Fachräume (z.B. die Naturwissenschaften) sind insofern zumeist auch in den Tischgruppen organisiert. In Kursen (Wahlpflichtkurse, differenzierte Kurse ab Jahrgang 9 und Religion/ Werte und Normen), in denen nicht immer die gleichen Schülerinnen und Schüler miteinander Unterricht haben, werden wiederum Tischgruppen nach den oben genannten Kriterien zusammengestellt.

Die Tischgruppe und ihre Mitglieder können gleiche, aber auch nach Schwierigkeitsgrad unterschiedliche Arbeitsaufgaben erhalten. Im Rahmen von kooperativen Lernformen und projektorientierter Arbeit können individuelle Schwerpunkte gesetzt werden. Zudem können die einzelnen Tischgruppen Themenbereiche arbeitsteilig bearbeiten, sodass die einzelnen Themen in Präsentationsphase ein Ganzes ergeben.

Der Unterricht ist in vielen Phasen so konzipiert, dass die Tischgruppen ständiger Bezugspunkt des unterrichtlichen Arbeitens sind. Hierbei gilt: Die Gruppe soll gemeinsam ein Ergebnis oder Ziel erreichen, wobei jedes Gruppenmitglied seinen Fähigkeiten entsprechend zum Arbeitsprozess und zur Präsentation beitragen kann. Dieser kooperative Ansatz führt dazu, dass schwächere Schülerinnen und Schüler von der Arbeit mit stärkeren profitieren. Diese wiederum vertiefen und festigen ihre Fertigkeiten, indem sie Hilfestellungen geben. Durch Erklärungen ihrer Teammitglieder bekommen die Schülerinnen und Schüler ein weiteres Erklärungsmuster zum Muster des Lehrers hinzu. Leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler festigen so ihr Wissen.

Tischgruppen, das zentrale Instrumentarium zur Verbindung von individuellem und sozialem Lernen. Tischgruppen werden eingesetzt…

• als Methode des individuellen Lernens,
• als durchgängige Arbeitsstruktur,
• als Instrument des Erlernens der Teamarbeit und kooperativer Lernformen,
• als organisatorischer Rahmen, um die in allen Klassen vorhandene Heterogenität produktiv für alle zu nutzen.

Tischgruppen sind aber kein Allheilmittel gegen alle Widrigkeiten schulischer Arbeit. Ergänzt werden die tischgruppenorientierten Phasen durch weitere Methoden- und Arbeitsformen (Arbeitsplan, Unterrichtsgespräch, Partnerarbeit, …), die dem jeweiligen Unterrichtsgeschehen angepasst werden. In der Regel finden zwei Mal im Schuljahr die so genannten Tischgruppenabende statt. Hierbei treffen sich die Schülerinnen und Schüler einer Tischgruppe, deren Eltern/ Erziehungsberechtigte und die Tutoren im Elternhaus einer Schülerin oder eines Schülers. Die Tischgruppen können dann zunächst aus ihrer gemeinsamen Arbeit berichten oder etwas präsentieren. Im nächsten Schritt sollen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Aufgabe lösen. Es schließt sich eine Reflexionsphase an, in der auch die Eltern Tipps für die Zusammenarbeit geben können und einen Einblick in die Arbeit der Kinder erhalten. Im Folgenden werden kleine und erreichbare Ziele zur Weiterarbeit der Tischgruppe gemeinsam gesteckt und in einem Protokoll festgehalten und ein Termin vereinbart, zu dem die gesetzten Ziele mit der Tischgruppe nachbesprochen werden.



„An diesem kleinen Gesamtschul-Boom hat die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Göttingen ihren Anteil. Sie ist der Leuchtturm der niedersächsischen Gesamtschulen. Die Lichtenberg-Schule ist zwar mit 1500 Schülern auch eine der typischen Riesengesamtschulen, aber die Geismarer haben von Anfang an dem Fluch der Schulfabrik getrotzt: Sie teilt sich in viele kleine Schulen, gelbe, blaue, grüne und so weiter. Jeder Jahrgang bleibt darin von der fünften bis zur zehnten Klasse zusammen - das schafft Zusammenhalt in dem Gebäude am Göttinger Schulweg. Die kleinste und wichtigste Organisationseinheit der IGS ist die sogenannte Tischgruppe. Sie besteht aus sechs Schülern mit verschiedenen Talenten, die sich ein Jahr lang einen Tisch teilen. Schon beim Aufnahmegespräch weisen die Lehrer ihre neuen Schüler und deren Eltern auf die Tischgruppe hin, denn sie wirkt sich bis ins Leben der Eltern aus.“ (aus Spiegel online, 09.06.2011)




 

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