Die Schulversammlung als zentraler Baustein in der Werteerziehung

Pädagogische Bedeutung

Die Schulversammlung bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und dabei Selbstständigkeit zu entwickeln. Sie lernen, erarbeitete Inhalte darzustellen, sich vor einer großen Zuhörerschaft frei zu äußern und anderen bei ihren Ausführungen zuzuhören. Sie entwickeln und diskutieren Regeln des Zusammenlebens in der Schule. Der Redeanteil der Erwachsenen ist dabei möglichst gering.

In der Schulversammlung erfahren die Schülerinnen und Schüler Anerkennung für ihr Tun. Anlässe bietet der Schulalltag in großer Vielfalt – wichtig ist, dass die jungen Menschen erkennen, dass sie etwas Wertvolles geleistet haben und dafür geschätzt werden.

Die Schulversammlung ist auch ein Ort, sich mit Regeln auseinanderzusetzen. Jeder darf sich zu Wort melden und wird gehört. Dabei zeigen die Schülerinnen und Schüler Respekt vor der Meinung des Anderen und üben sich in einer Diskussionskultur, die es zu entwickeln gilt.

Insofern ist die Schulversammlung ein Instrument zur Verbesserung des Schulklimas. Der Begriff „Schulgemeinschaft“ wird darin mit Leben gefüllt, die Versammlung ist ein wichtiger Lernort für lebendige Demokratie.

Rahmenbedingungen und Organisationsmöglichkeiten

Gruppengröße

In kleineren Schulen bzw. solchen mit einer großen Aula ist es möglich, eine Schulversammlung mit ALLEN Beteiligten zu machen.

Solange wir das Mensagebäude noch nicht nutzen können, steht uns der Musikraum mit angrenzendem Forum zur Verfügung. Das bedeutet, dass wir bereit mit zwei Jahrgängen (z.B. 5 & 6) die Kapazitäten überschreiten.

Deshalb bietet sich eine Schulversammlung zunächst nur pro Jahrgang an.

Zeitrahmen

Eine Jahrgangsversammlung dauert einen Block und findet in Abständen von ungefähr vier Unterrichtswochen an unterschiedlichen Wochentagen statt.

Vorbereitung und Ablauf

Jeweils eine Stammgruppe ist für die Organisation und Moderation der Versammlung zuständig. Einige Tage vor der Schulversammlung besucht eine Gruppe der verantwortlichen Organisatoren die anderen Stammgruppen und fragt nach Beiträgen. Diese werden anschließend in eine Reihenfolge gebracht, als Tagesordnung aufgeschrieben, mit der Jahrgangsleitung besprochen und schulintern veröffentlicht.

Am Tag der Versammlung stellt die zuständige Stammgruppe die Stühle auf. Jede Stammgruppe hat einen festen Platz zum Zuschauen und Mitmachen. Klare Regeln und Absprachen (z. B. Glocke!) sorgen dafür, dass die Zuhörer aufmerksam sind, und so die Beiträge gewürdigt werden. Die Organisatoren begrüßen, kündigen die jeweiligen TOPs an, führen eine Rednerliste bei Diskussionen und beenden die Schulversammlung. Die unterrichtende Lehrkraft sitzt bei ihrer Stammgruppe (Aufsicht!).

Inhalte

Beispiele:

Nach Projekttagen stellen einzelne Gruppen ihre Ergebnisse vor.

Lernergebnisse werden vorgestellt
(selbstgeschriebene Texte, naturwissenschaftliche Experimente, Lieder- und Musikstücke, Sketche …).

Berichte und Fotos von Klassenfahrten

Berichte von Betriebspraktika

Berichte von Unterrichtsgängen und Besichtigungen

Teilnehmer von Sport- und anderen Wettbewerben werden geehrt

Spannende Bücher werden vorgestellt

Es können Gäste eingeladen werden
(Sponsoren, Politiker, Besuch aus Partnerschulen, neue Mitarbeiter der Schule …)

Bericht der Schulleitung/ der Jahrgangsleitung/ einzelner Fachbereiche/Schüler-Jahrgangssprecher

Anliegen von Schülerinnen und Schülern werden vorgebracht und diskutiert

Konkrete Vorhaben




 

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