Eine OAse für den Start in den Tag

IGS Embsen weiht neues Spielgerät aus Göhrde-Holz ein
Sparkasse Lüneburg spendet 8.322,00 Euro


Embsen. Ruhig, aber mit Bewegung: So beginnt der Tag an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Embsen. „Offener Anfang“ nennt die Ganztagsschule die Zeit vor dem Unterricht, in der die Kinder und Jugendlichen in Ruhe auf dem Gelände ankommen und sich spielerisch auf den Tag vorbereiten können. Dafür hat die Schule jetzt ein neues Spielgerät angeschafft – finanziert aus dem Fördertopf „DAS TUT GUT.“ der Sparkasse Lüneburg.

„AußenOAse“ heißt das Gerät, OA steht für Offener Anfang. „Wir möchten, dass ihr an naturgetreuen, nachhaltigen, guten Geräten spielen könnt“, sagte Schulleiterin Eva Peetz zu den Kindern beim Richtfest des Holzbaus. „Die OAse ist in mühevoller Handarbeit entstanden – wir sind begeistert.“ Umgesetzt hat das Projekt Volker Rosner-Horvárth aus Lüneburg, der schon zahlreiche Naturspielplätze in der Stadt gestaltet hat. Sein Prinzip: die Kinder und Jugendlichen in die Arbeit einbeziehen.



Mit den Kindern freuen sich die Erwachsenen über die neue AußenOAse an der IGS Embsen: Bettina Hardt von der Sparkasse, Kundin Ilse Alpers und Schulleiterin Eva Peetz (v.l.) Foto: Sparkasse

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern hat Rosner-Horvárth das Holz für die OAse in der Göhrde geschlagen und nach Embsen gebracht, gemeinsam haben sie die Stämme der Douglasien geschält und behandelt. „Mir ist das ganz wichtig“, sagte er. Die Kinder bekommen nicht nur eine besondere Beziehung zu ihrem neuen Spielgerät – es wird hoffentlich auch länger halten als manch ein anderes, unpersönliches Stück.

Möglich gemacht hat das Prachtstück auf dem Außengelände der Schule die Sparkasse Lüneburg, denn die IGS hat mit ihrem Projekt bei der Förderinitiative „DAS TUT GUT.“ gewonnen: Exakt 8.322,00 Euro hat die Sparkasse gespendet, weil ausreichend Kunden eines Giro-PRIVILEG-Kontos für das Embsener Projekt gestimmt haben. Eine von ihnen wohnt direkt gegenüber der Schule: Ilse Alpers. „Ich finde es gut, dass die Kunden mitentscheiden können, wo das Geld hingeht“, sagte die Seniorin. „Und ich finde es wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen in der Pause.“ Sparkassen-Bereichsleiterin Bettina Hardt freute sich mit den Kindern, dass Lehrer Nils Heinrichs mit seiner Projektformulierung so viele Stimmen werben konnte, dass die IGS gewann. „Und das nächste Projekt steht ja schon in den Startlöchern“, verriet sie mit einem Lächeln – mehr aber noch nicht.

Ganz fertig ist die Oase allerdings noch nicht – und so hängt derzeit noch ein gelbes Schild „Betreten verboten“ am Holz. „Nach den Ferien müssen wir noch die Brüstung und das obere Haus fertig machen“, kündigt Rosner-Horvárth an. „Noch im Januar ist das Spielgerät dann aber fertig.“

Rund 400 Mädchen und Jungen besuchen die IGS, die im Schuljahr 2012/13 an den Start gegangen ist. Bis zum Abitur rechnet Leiterin Eva Peetz mit etwa 1.000 Schülerinnen und Schülern.

Quelle: Pressemitteilung der Sparkasse



Knifflige Aufgabe für die Planer

Nach welchem System die Plätze an der neuen Integrierten Gesamtschule Embsen verteilt werden, ist noch offen

Ob beim Landkreis, in der Schul-Planungsgruppe oder an anderen Stellen - fieberhaft wird daran gearbeitet, die Integrierte Gesamtschule Embsen zum Schuljahr 2012/2013 an den Start zu bringen. Die Zulassung als offene Ganztagsschule hat sie schon. Wir haben zusammengefasst, wie die Kinder für die neue IGS ausgewählt werden, wie es um die Schülerbeförderung steht und wie um den geplanten Mensaneubau. Weiter geht es um den Planungsstand einer möglichen dritten IGS im Kreis Harburg.



Bekommen alle Bewerber, ob aus der Fläche des Landkreises oder der Hansestadt Lüneburg die gleiche Chance auf einen Platz an der neuen IGS Embsen - so wie es auch an der IGS Lüneburg der Fall ist? Oder gibt es eine bevorzugte Behandlung von Mädchen und Jungen aus der direkten Umgebung? Nach welchem Konzept die vermutlich heißbegehrten 150 Plätze in diesem Sommer verteilt werden, das ist aber noch nicht geklärt. Während die Kreisverwaltung in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses noch beauftragt wurde, mit der Stadt Lüneburg darüber zu verhandeln, Mädchen und Jungen "aus der Fläche des Landkreises und der Hansestadt Lüneburg einen gleichberechtigten Zugang" zur IGS in Embsen zu gewähren, gibt es jetzt aus dem Bereich Amelinghausen Begehrlichkeiten, Schüler aus diesem Bereich vorrangig aufzunehmen.

Michael Wieske, Leiter des Fachdienstes Schule und Kultur beim Landkreis Lüneburg, sagt: "Der Landkreis und die Hansestadt werden sich Ende nächster Woche zu Gesprächen treffen. Dabei werden Trendzahlen darüber, wo die Eltern ihre Kinder anmelden werden, gemeinsam ausgewertet. Vor diesem Hintergrund wird die Regelung zur Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus Stadt und Landkreis an der IGS Embsen besprochen, um möglichst kurzfristig eine Beschlussfassung in Rat und Kreistag herbeizuführen." Geplant ist, dass der Kreistag in seiner Sitzung am 7. Mai über die Schulbezirkssatzung entscheidet.

Auch bei der Hansestadt Lüneburg wolle man die Trendzahlen abwarten, erklärt Pressesprecherin Suzanne Moenck. "Einen Schulbezirk für Stadt und Landkreis einzurichten, ist nur Ausgangsbasis für Gespräche. Wenn die Trendmeldungen aussagen, dass eine andere Regelung sinnvoll ist, kann man auch darüber reden."

Betroffener Vater ist Thorsten Beitsch aus Rolfsen, der bei der Präsentation der IGS Embsen in der vergangenen Woche dabei war. "Tolles Konzept", findet er - aber er weist darauf hin, dass mit Einrichtung der neuen IGS "die bisherigen Schulformen in Embsen, die Geschwister-Scholl-Realschule Embsen mit der Außenstelle Amelinghausen und die Hauptschule, ... keine Neuschüler/innen aufnehmen". Folge: Für Kinder, die keinen der begehrten IGS-Plätze abbekommen, gebe es keine "ortsnahe Haupt- und Realschule (Oberschule) in Embsen und Amelinghausen mehr". Die nächstgelegene Oberschule für die Kinder aus dem Raum Amelinghausen wäre dann Oedeme.

Beitschs Folgerung: Die Plätze für die Integrierte Gesamtschule Embsen sollten nicht, wie es jetzt wohl verhandelt werden soll, "ohne Ranking" an Kinder aus Stadt und Landkreis vergeben werden - mit der Folge, dass Kinder aus Amelinghausen, wenn sie keinen Platz an der neuen IGS bekommen, "lange Fahrten zur Alternativ-Schule, der Oberschule Oedeme, hinter sich bringen, während Lüneburger nach Embsen zur IGS gebracht werden".

Thema ist der Zugang zur IGS Embsen auch in der Sitzung des Amelinghausener Samtgemeinderats am Dienstag, 20. März, 19 Uhr, im Kultursaal des Rathauses. Dort wird über einen Beschlussvorschlag abgestimmt, in dem es unter anderem heißt: "Der Rat der Samtgemeinde Amelinghausen fordert für die Schülerinnen und Schüler aus der Samtgemeinde Amelinghausen uneingeschränkte Zugangsberechtigung an der IGS Embsen."

Samtgemeindebürgermeister Helmut Völker sagt: "Wir wollen nicht, dass unsere Kinder auf den Verschiebebahnhof kommen. So wie wir bisher mit der Außenstelle der Embsener Geschwister-Scholl-Realschule in Amelinghausen Embsen als unseren geburtsmäßigen Schulstandort betrachtet haben, so halten wir es auch mit der neuen IGS. Da darf es keine Einschränkungen geben."

Vater Thorsten Beitsch kündigt auf jeden Fall an: "Wir werden das genau verfolgen." Mit anderen Eltern wolle er am Dienstag zur Ratssitzung nach Amelinghausen kommen.

Quelle: Landeszeitung 17.03.2012



IGS Embsen: „Wir sind eine Schule für alle Schülerinnen und Schüler“

Wie sieht eine Schulwoche an der IGS Embsen aus? Welche Schulfächer wird es geben und was ist das Besondere an der IGS Embsen? Diese und viele andere Fragen beantwortete gestern (7. März 2012) die Planungsgruppe für die neu zu gründende Integrative Gesamtschule Embsen. Über 300 Eltern und Kinder waren der Einladung zum Tag der offenen Tür und einem Informationsabend im Forum des Schulzentrums gefolgt.



Die zukünftigen Schülerinnen und Schüler können sich freuen: An der IGS Embsen kann man nicht sitzenbleiben, und es wird bis zur 8. Klasse keine klassischen Schulnoten geben, sondern so genannte Lernentwicklungsberichte. Jede Klasse soll von einem „Klassenlehrertandem“ unterrichtet werden, bekommt also möglichst eine Klassenlehrerin und einen Klassenlehrer. „Die Kinder sollen so lange wie möglich gemeinsam miteinander lernen und können bei uns verschiedene Schulabschlüsse erwerben“, sagt Eva-Maria Peetz, Leiterin der Planungsgruppe für die neu zu gründende Integrative Gesamtschule Embsen.

Zum kommenden Schuljahr 2012/13 startet die IGS Embsen mit fünf Klassen und bis zu 150 Schülerinnen und Schülern. Der Kreisausschuss hatte am 7. Oktober 2011 einstimmig beschlossen, bei derIGS Embsen 1 klein ha Landesschulbehörde einen Antrag auf Errichtung einer IGS am Standort Embsen zu stellen und kam damit dem Wunsch der Eltern in Hansestadt und Landkreis Lüneburg nach.

Eine Elternbefragung im Sommer 2011 hatte gezeigt: rund 180 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang haben Interesse, die neue IGS in Embsen zu besuchen. Übertreffen die Anmeldungen die 150 freien Plätze, so entscheidet das Los. Die IGS Embsen steht Kindern aus Hansestadt und Landkreis ab der fünften Klasse offen. Im Juni beginnt die Anmeldung, und ein Termin für die Einschulung der Kinder an der neuen IGS Embsen steht auch schon fest: Am Montag, 3. September 2012, um 15 Uhr geht es los

Quelle: Pressemitteilung Landkreis Lüneburg 8. März 2012



IGS Embsen nimmt Gestalt an

Eva-Maria Peetz ist überzeugt von der Idee der Integrierten Gesamtschule. "Man darf Kinder einfach nicht in drei Schubladen packen", sagt sie mit Blick auf das herkömmliche dreigliedrige Schulsystem. Und auch Nils Heinrichs ist "glühender Anhänger des integrierten Schulsystems". Die Leiterin der Planungsgruppe der Integrierten Gesamtschule Embsen, ihr Stellvertreter und die weiteren zehn Mitglieder der Planungsgruppe stellten am Mittwochabend im Forum des Schulzentrums die IGS vor, die im Sommer den Betrieb aufnehmen soll.



Und wie es in der zweiten IGS im Landkreis, deren Einrichtung der Kreistag im vergangenen Herbst beschlossen hatte, so laufen wird, das wollten viele wissen. Peetz: "Wir schätzen, dass 350 bis 400 Leute da waren. Dabei waren auch viele Kinder, also etwa 200 Familien." 150 Kinder in fünf fünften Klassen aus dem ganzen Landkreis werden die IGS Embsen zunächst zum neuen Schuljahr besuchen. Dafür nehmen die Real- und die Hauptschule in Embsen dann keine Kinder mehr auf.

Vor nicht einmal acht Wochen, am 18. Januar, hatte sich die Planungsgruppe zu ihrer ersten Sitzung getroffen - seitdem sind die zwölf Mitglieder, fast ausnahmslos Lehrer, neben ihrem Lehrerjob unermüdlich bei der Arbeit. Es gibt ein regelmäßiges wöchentliches Treffen, dazu Tagesworkshops, Besichtigungen anderer Schulen, etwa der mehrfach ausgezeichneten Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen, und zahllose weitere Gespräche auf vielen Ebenen.

Vom künftigen Konzept der Integrierten Gesamtschule Embsen konnten Eva-Maria Peetz und ihre Kollegen den Eltern und Kindern schon einiges berichten. Etwa, dass der Unterricht in 85-Minuten-Blöcken erteilt wird, dass es auch Fächer wie "Gesellschaftslehre", eine Mischung aus Geschichte, Politik und Erdkunde, oder "Arbeit-Wirtschaft-Technik" gibt, dass in der sechsten Stunde gemeinsam Mittag gegessen wird oder dass es bis zur 8. Klasse keine klassischen Schulnoten gibt. Und vor allem: "Ein Sitzenbleiben gibt es an unserer Schule nicht."

Eine "To-Do-Liste" hatten Peetz und ihre Kollegen zu Beginn ihrer Arbeit aufgestellt: "Vier Bereiche, jeder mit bestimmt 20 Unterpunkten." Viele Punkte seien bereits abgearbeitet. "Wir haben zum Beispiel schon die Schulbücher ausgewählt, dabei Wert darauf gelegt, dass sie die Möglichkeit zu differenziertem Unterricht bieten." Es gibt auch schon ein Leitbild - da heißt es unter anderem: "Wir begegnen einander mit Achtung, Offenheit und Toleranz". Und: "Wir nehmen jeden einzelnen wahr."

Aber noch viel mehr Punkte aus der Liste sind noch nicht geklärt. "Wir arbeiten zurzeit daran, zu klären, ob und wieweit wir Profilunterricht und projektorientierten Unterricht anbieten können", berichtet Nils Heinrichs. "Gespräche mit dem Landkreis über die Raumplanung und über die Kooperation mit den anderen Schulen hier in Embsen stehen an, am 19. März sind wir zu Gesprächen in der IGS Lüneburg, eine nächste Klausurtagung findet in den Osterferien statt."

Noch knapp ein halbes Jahr bleibt den Planern bis zum ersten Schultag. Peetz: "Am Montag, 3. September, 15 Uhr, findet die Einschulungsfeier statt." Anmeldetermine für die IGS Embsen sind der 19. und 20. Juni. Gehen mehr Anmeldungen ein, als Plätze vorhanden sind, wird gelost - nach welchem genauen Verfahren, das steht noch nicht fest. Eva-Maria Peetz: "Aber auch da wollen wir für Transparenz sorgen, das Verfahren wird auf unserer Homepage veröffentlicht."

Quelle: Landeszeitung vom 9.3.2012




 

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