Die Feedback-Kultur ist ein zentrales Element der Arbeit an der IGS Embsen. Auf diese Art und Weise werden die Schülerinnen und Schüler in die Dokumentation ihres Lernstandes mit einbezogen, setzen sich eigene Ziele und überprüfen ihre Kompetenzen. Zudem sind die Eltern und Erziehungsberechtigten stets über den individuellen Lernstand informiert. Wir haben uns darauf verständigt, die Feedback-Kultur auf drei Säulen aufzubauen:

- das Tutoren-Feedback
- die Bewertung der Module
- die Lernentwicklungsberichte

Erste Säule: Tutoren-Feedback

Das Tutoren-Feedback wird in erster Linie in den Bereichen Arbeits- und Sozialverhalten sowie zur Tischgruppenarbeit durch die Tutoren ausgegeben. Hierfür können sie sich zudem mit den Fachkolleginnen und Fachkollegen der Klasse austauschen. Dies geschieht zur Mitte des Halbjahres um die Herbst- bzw. Osterferien herum, sodass die Schülerinnen und Schüler in Kombination mit den Lernentwicklungsberichten (am Ende des Halbjahres und am Ende des Schuljahres) vierteljährlich eine Rückmeldung zum Lernstand erhalten.

Das Tutoren-Feedback setzt sich zusammen aus zwei Tabellen, die das Arbeits- und Sozialverhalten (Kompetenzraster) genauer beschreiben, und einem Vereinbarungsbogen. Die Schülerinnen und Schüler geben hier individuell Auskunft darüber, welche Vorhaben sie haben, welche Ziele sie sich setzen und was sie mit ihrer Tischgruppe erreichen bzw. welche Veränderungen sie in ihrer Tischgruppe bewirken möchten.






Nach dem Austeilen der Tutoren-Feedbackbögen ist es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler erst den Bogen selbst ausfüllen, an erster Stelle also die Selbsteinschätzung steht. Anschließend erfolgt auf demselben Bogen die Fremdeinschätzung durch die Tutoren. Es schließt sich ein Feedbackgespräch (im Herbst verpflichtend, um Ostern optional) an, an dem die Schülerin/ der Schüler und die jeweilige Lehrkraft/ die jeweiligen Lehrkräfte teilnehmen und ein Ziel für die nächste Zeit vereinbaren. Alternativ kann auch ein Antwortbrief durch die Tutoren geschrieben werden.

Die getroffenen Vereinbarungen werden im Rahmen des Lernentwicklungsübergabegesprächs (s. unten) ausgewertet und überprüft.

Zweite Säule: Bewertung der Module
(Fach-Feedback, Zertifikate/ Nachbearbeitungsempfehlungen)

Fachliches Feedback

Als Anhang zu Lernkontrollen wird ein Feedback zum Lernstand erstellt. Hier erfolgt die Rückmeldung über eine Kompetenztabelle zu den einzelnen Lerninhalten, die durch die Lernkontrolle abgefragt wurden.

Die Schülerin/ der Schüler schätzen sich während der Lernkontrolle selber ein und erhalten durch die Lehrkraft eine Rückmeldung zur Selbsteinschätzung. Die Selbsteinschätzung erfolgt über die Kategorien ‚Das kannst du sicher‘, ‚Das kannst du überwiegend‘, ‚Das kannst du teilweise‘ und ‚Das kannst du noch nicht‘.

Das Feedback zum Lernstand enthält neben diesen Tabellen zudem einen Kommentar, der auf unterschiedliche Weise auf die Entwicklung der Schülerin bzw. des Schülers eingeht. Zudem kann ein Feedbackbogen auch zur Rückmeldung von Fachkompetenzen unabhängig von Lernkontrollen ausgegeben werden.

Dies erfolgt insbesondere in den Fächern, die im fachpraktischen Bereich arbeiten (z.B. Sport und die Fächer der Fächerverbunde im Bereich der musisch-kulturellen Bildung und Arbeit-Wirtschaft-Technik). In Anlehnung an das Tutoren-Feedback kann ein Fachlehrer-Feedback zur individuellen Rückmeldung und Vereinbarung von Zielen gegeben werden.

Die Zertifikate

Verdient eine erbrachte Leistung eine Auszeichnung, so wird ein Zertifikat verliehen. Die Fachbereiche bzw. Lehrkräfte entscheiden, welche Leistungen zum Erreichen eines Zertifikats erbracht werden müssen, diese werden im Zertifikat ausgewiesen. Auf dem Zertifikat ist außerdem die Möglichkeit der individuellen Rückmeldung (durch erläuternde Anmerkungen) gegeben.

Die Zertifikate bescheinigen den Abschluss eines Moduls, Projektes o.ä. Dabei haben sie einen hohen Motivationscharakter und stellen gesammelt ein langfristiges, den Lernprozess begleitendes Portfolio dar. Gleichzeitig wird hierdurch die geforderte Dokumentation der individuellen Lernentwicklung ergänzt und gewährleistet.




Die Zertifikate werden nach Erstellung und Aushändigung in Schülerhand gelassen und von ihnen im Feedback-Ordner, der im Klassenraum steht, gesammelt, wodurch das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler gestärkt und ihre Eigenverantwortung gefördert wird. Zu Dokumentationszwecken kann ein Zertifikat zusätzlich durch die Lehrkraft eingescannt werden.

Die Nachbearbeitungsempfehlungen
Ist eine Nachbearbeitung vonnöten, stellen die Lehrkräfte eine Nachbearbeitungsempfehlung aus, auf der aufgelistet ist, welche Schwerpunkte in der Nachbearbeitung gesetzt werden sollen. Die Schülerinnen und Schüler sind verantwortlich für die Nachbearbeitung der Inhalte. Die IGS bietet zum Beispiel durch die Extrazeit einen Raum und Zeitraum, in dem Inhalte mit Hilfe einer Lehrkraft nachbearbeitet werden können.




Feedbackbögen, Zertifikate und Nachbearbeitungsempfehlungen werden von den Schülerinnen und Schülern in ihrem persönlichen Feedbackordner verwaltet. Das ‚Fach-Feedback‘ wird ebenfalls im Feedbackordner abgeheftet. Alle Dokumente zur Leistungsrückmeldung werden von den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und den Lehrkräften unterschrieben.

Dritte Säule: Lernentwicklungsberichte und Zeugnisse (ab Jahrgang 8)

Die Lernentwicklungsberichte werden zum Schulhalbjahresende und zum Schuljahresende an die Schülerinnen und Schüler ausgeteilt. Sie beinhalten neben den gesetzlich vorgeschriebenen Informationen (pers. Daten der Schülerin/ des Schülers, Informationen zum Arbeits- und Sozialverhalten) einen Brief der Tutoren (im zweiten Halbjahr) an die Schülerin/ den Schüler, einen Antwortbrief der Schülerin/ des Schülers (im zweiten Halbjahr) und Fach-Lernentwicklungsberichte (zum Halbjahr Kompetenztabellen und ergänzender Kommentar, zum Schuljahr Kompetenztabellen) der einzelnen Unterrichtsfächer.

Im so genannten Tutorenbrief geben die Tutoren einen allgemeinen Überblick über das vergangene Schuljahr und geht dann auf das Verhalten der Schülerin und des Schülers bzw. ihre/ seine persönliche Entwicklung ein. Die Schülerin/ der Schüler antwortet im Vorfeld auf diesen Tutorenbrief, schildert das Schuljahr aus seiner Sicht, nimmt Stellung zu den Aussagen der Tutoren und setzt sich ein Ziel für das kommende Halbjahr. Der Antwortbrief ist Bestandteil des Lernentwicklungsberichtes.

Ab dem achten Jahrgang verfassen die Schülerinnen und Schüler eigenständig einen Schülerbrief, dessen Beantwortung ein Schwerpunkt des Lernentwicklungsberichtsübergabegesprächs (s. unten) ist.

Es schließen sich die Fach-Lernentwicklungsberichte an. In Kompetenztabellen wird ein Überblick über den Lernstand gegeben.

Ab dem 7. Jahrgang wird unter dieser Tabelle in den Fächern Mathematik und Englisch angegeben, auf welchem Anforderungsniveau die Schülerin/ der Schüler gearbeitet hat und auf welchem Anforderungsniveau sie/ er im nächsten Halbjahr arbeiten wird. Diese Einstufungen werden in den folgenden Jahren auch im Fach Deutsch und in den Naturwissenschaften erscheinen. Es schließt sich ein individueller Kommentar der Fachlehrkraft (im ersten Halbjahr) an.

In jedem Fall findet zum Schulhalbjahr und zum Schuljahresende ein Lernentwicklungsberichtsübergabegespräch (LEB-Gespräch) statt. Hierbei setzen sich die Tutoren, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern zusammen, besprechen die Lernentwicklung, treffen Vereinbarungen zur Weiterarbeit (Protokoll) und beantworten Fragen.




 

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